Blockchain

November 2008 to 2018: 10 Years of Bitcoin

A shop in the Israeli city of Tel Aviv shows a visual representation
of the digital cryptocurrency Bitcoin, now 10 years-old

October 31, 2008 marked the birth of bitcoin. Ten years on, the world’s first cryptocurrency is at the forefront of a complex financial system viewed warily by markets and investors.

From its first evocation amid a , in a written by Satoshi Nakamoto, an unknown pseudonym, conveyed a political vision.

The “abstract” set out in the paper for bitcoin, currently worth about $6,400 per unit from a starting point of virtually zero, was for “a purely peer-to-peer version of electronic cash (that) would allow online payments to be sent directly from one party to another without going through a financial institution.”

A decade on, this continues to be carried out via a decentralised registry system known as a blockchain.

Such ambition for a cryptocurrency was fuelled by the bankruptcy of US investment bank Lehman Brothers in September 2008, an event that discredited the traditional system of “a small elite of bankers… (that) establishes monetary rules imposed on everybody”, according to Pierre Noizat, founder of the first French bitcoin exchange in 2011.

Following its creation, bitcoin evolved for several years away from the public eye, grabbing the attention for the most part of geeks and criminals—the latter seeing it as a way to launder money.

After bitcoin surpassed $1,000 for the first time in 2013, it began to attract the attention of financial institutions.

The European Central Bank compared it to a Ponzi scheme, but Ben Bernanke, then head of the US Federal Reserve, hailed its potential.

A turbulent childhood

In early 2014, the cryptocurrency faced its biggest crisis to date, with the hacking of the Mt. Gox platform, where about 80 percent of all bitcoins were traded.

The result was a collapse in their value, leading to predictions of the virtual currency’s death.

It took until early 2017 for bitcoin’s price to fully recover.

A technician inspects the backside of bitcoin mining at Bitfarms in Saint Hyacinthe, Quebec

That marked the start of a “turning point” according to Noizat, as the controversial cryptocurrency then rocketed to more than $19,500 by the end of the year according to Bloomberg data.

That meant bitcoin had a total capitalisation of more than $300 billion, according to the specialised website Coinmarketcap.

By January 2018 the value of all cryptocurrencies exceeded $800 billion, before the bubble burst.

The concept of a digital currency has progressed substantially thanks to bitcoin, cryptocurrency analyst Bob McDowall told AFP, pointing to the creation of 2,000 rivals.

“It becomes more than a technological, economic innovation. It almost becomes a religion for some people,” he noted.

According to Anthony Lesoismier, co-founder of investment fund Swissborg which offers portfolios based on blockchain, “the real revolution has been on a philosophical level”.

But for economist Nouriel Roubini, decentralisation in crypto is a myth.

“It is a system more centralised than North Korea. Miners are centralised, exchanges are centralised, developers are centralised dictators,” Roubini tweeted.

If the initial idea was for bitcoin to facilitate payments, a majority of observers recognise that it is used above all as a store of value or as a speculative instrument owing to volatility in its value.

“You need 20 years for this kind of… technology to take hold completely,” said Noizat, who is banking on faster transaction speeds for bitcoin.

As it stands, about five to ten bitcoin transactions can be processed per second compared with several thousand for Visa cards.

Looking ahead, US market regulators are considering applications for bitcoin-based exchange-traded funds, which if approved by the Securities and Exchange Commission would see the become part of a financial system it set out to bypass.

“We must cross some bridges in the short term” to generate the general public’s interest and trust, said Lesoismier, who described himself as both an “idealist” and “realist”.

from: https://phys.org/news/2018-10-cryptocurrency-bitcoin-years.html

Vor zehn Jahren legte ein Papier die Grundlage für den Bitcoin – eine Währung, die im Internet entstand. Während derzeit vor allem die Schwankungen beim Bitcoin-Kurs für Schlagzeilen sorgen, könnte die technische Grundlage dahinter die Welt viel stärker verändern.

Die Digitalwährung Bitcoin ist zu einem der großen wirtschaftlichen Phänomene unserer Zeit geworden. Ihr sagenhafter Kursanstieg in den vergangenen Jahren befeuerte Träume von schnellem Reichtum, die massiven Wertschwankungen weckten die Angst vor dem Platzen einer gewaltigen Spekulationsblase. Experten sehen vor allem in dem technischen Mechanismus hinter dem Bitcoin die Lösung für viele Sicherheitsprobleme.

Der Grundstein für den Bitcoin wurde vor zehn Jahren gelegt. Jemand veröffentlichte unter dem Namen Satoshi Nakamoto ein Papier, das die Prinzipien für autonomes digitales Geld beschrieb. Es war eine revolutionäre Idee: keine Kontrolle durch eine Zentralbank, keine nationale Grenzen. Für Vertrauenswürdigkeit und Absicherung soll stattdessen ein Mechanismus mit dem Namen Blockchain sorgen. Grob beschrieben werden alle Transaktionen nacheinander registriert – versucht jemand, an dieser Kette von Datenblöcken herumzudoktern, fällt das sofort auf, weil es viele Kopien gibt. So können die virtuellen Münzen auch nicht mehrfach ausgegeben werden. Die Bitcoin-Einheiten werden in komplexen mathematischen Verfahren am Computer generiert. Ihre mögliche Menge ist beschränkt, und je weiter man kommt, desto aufwendiger wird der Schürf-Prozess.

Bitcoin als plötzliche Alternative

Der Link zum Satoshi-Manifest wurde im November 2008 in einer Mailing-Liste veröffentlicht. Rund zwei Monate später stand die Software dazu. Der Vorstoß fiel in eine wirtschaftlich turbulente Zeit: Der Zusammenbruch der Investmentbank Lehman Brothers unter der Last fauler Immobilienkredite in den USA hatte das globale Finanzsystem in die Krise gestürzt. Der Bitcoin tauchte aus dem Nichts als eine Alternative auf.

Satoshi Nakamoto wird rund eine Million Bitcoin zugerechnet. Dieser Schatz – nach aktuellem Kurs wäre diese Bitcoin-Menge rund 5,6 Milliarden Euro wert – blieb aber bisher unangetastet. Die Frage, wer hinter dem Namen steckt, wurde zu einem großen Rätsel, das viele lösen wollten. Satoshi kommunizierte mit seinen frühen Mitstreitern stets nur elektronisch, bevor er sich nach einigen Jahren zurückzog.

Diverse Krypto-Experten wurden einzeln oder gemeinsam als Bitcoin-Urheber vermutet. Das Magazin Newsweek glaubte 2014, einen pensionierten kalifornischen Ingenieur, der früher tatsächlich Satoshi Nakamoto hieß, als Strippenzieher ausgemacht zu haben. Er stritt alles ab. Dann schien das Geheimnis im Mai 2016 gelüftet zu sein: Der in der Bitcoin-Szene gut bekannte australische Unternehmer Craig Wright, erklärte, er sei Satoshi, und wollte die Behauptung unter anderem mit dem Krypto-Schlüssel des Erfinders untermauern. Doch ziemlich schnell meldeten Experten Zweifel an der Demonstration an. Wright kündigte erst an, als ultimativen Beweis Bitcoin aus dem Satoshi-Paket zu bewegen – und machte dann einen Rückzieher. So bleibt die Frage, wer Satoshi Nakamoto ist, weiter offen.

Der Bitcoin-Einsatz kam nur langsam in Gang. Erst war es eine Spielwiese für Computer-Experten: Legendär ist die Geschichte vom Programmierer, der 2010 für zwei gelieferte Pizzen mit 10.000 Bitcoin bezahlt haben soll. Auf dem Höhepunkt der Bitcoin-Euphorie Ende 2017 wäre das Paket rund 170 Millionen Euro wert gewesen – und nach dem jüngsten Absturz jetzt immer noch rund 56 Millionen Euro.

Zu den ersten, die von den Vorzügen einer weitgehend anonymen Digitalwährung profitieren wollten, gehörten Online-Kriminelle. Auf Untergrund-Marktplätzen wie Silk Road konnten mit Bitcoin unter anderem Drogen oder Waffen bezahlt werden. Zugleich zeichnete sich der Bitcoin schon in den ersten Jahren durch extreme Kursschwankungen aus, die Spekulanten anlockten. Anfangs konnte der Bitcoin-Preis von wenigen Euro auf mehrere Dutzend springen – und zurück. Später wurden daraus Schwankungen von mehreren Hundert oder sogar Tausend Euro.

Goldgräberstimmung in den letzten Jahren

Die öffentliche Aufmerksamkeit und die Endlichkeit der Ressource Bitcoin, von denen nur 21 Millionen Einheiten generiert werden können, lösten in den vergangenen Jahren einen regelrechten Goldrausch aus. Der Kurs schnellte immer weiter in die Höhe. Zu den Konsequenzen gehörte auch, dass der Grafikkarten-Spezialst Nvidia plötzlich mit Engpässen bei einigen Top-Modellen zu kämpfen hatte, die besonders effizient beim Schürfen der Bitcoin-Einheiten sind. Kriminelle Hacker, die heimlich Rechenleistung auf fremden Computern abzweigen, nutzen sie jetzt bevorzugt nicht mehr für den Massenversand zweifelhafter E-Mails, sondern zum Generieren von Bitcoin. Die ahnungslosen Nutzer können dafür mit höheren Stromrechnungen bezahlen.

Denn die Bitcoin-Produktion erfordert inzwischen nach dem von Satoshi Nakamoto vorgesehenen Verknappungs-System die Rechenleistung von Server-Farmen. Zum Beispiel in Island mit seinem billigem Geothermie-Strom entstand daraus eine ganze Industrie. Der Strombedarf des Bitcoin-Systems ist enorm. Die Rechen-Prozesse verbrauchten nach seriösen Kalkulationen bereits pro Tag so viel Strom, wie gut 12.000 Vier-Personen-Haushalte in Deutschland im ganzen Jahr benötigten.

Obwohl der Bitcoin in diesem Jahr rund zwei Drittel seines Werts verlor, ist die Goldrausch-Stimmung noch nicht verflogen: Schließlich könnten nach Einschätzung von Experten erst in rund 20 Jahren alle erstellbaren Bitcoin generiert sein. Zugleich warnen Regulierer regelmäßig vor Risiken für Verbraucher, die sich in den wechselhaften Bitcoin-Markt trauen.

Das technische Fundament des Bitcoin, die Blockchain-Idee, wird inzwischen auch von Banken sowie in vielen anderen Industrien von der Musik- bis zu Autobranche geprüft, um Prozesse abzusichern. Die Blockchain könnte auch Einzug in Behörden halten, um beispielsweise in einem Grundbuchamt die Übertragung von Grundstücken in eine Blockchain einzutragen. Dass Ketten-System sei zu aufwendig und langsam, warnen allerdings Kritiker. Befürworter entgegnen, dass die Probleme lösbar, aber die Sicherheitsvorteile groß seien. „Die Technologie steckt noch in den Kinderschuhen und muss zunächst ausreifen, indem sie für zusätzliche Anwendungszwecke weiterentwickelt wird“, sagt Christoph Meinel, Direktor des Hasso-Plattner-Instituts der Universität Potsdam.

Das wird auch in der Branche so gesehen: „Blockchain kann revolutionieren, wie alle – Unternehmen, Regierungen, Organisationen, Menschen – zusammenarbeiten“, schrieb die Investmentbank Goldman Sachs in einem Bericht. Denn sie biete einen einfachen und sicheren Weg, praktisch jede Art von Transaktion zu verifizieren. Das bedeutet auch: Durch die Speicherung der Kette an vielen Orten kann der Bedarf an zentralisierten Abwicklungsstellen entfallen, was das bisherige Geschäftsmodell vieler Firmen infrage stellt. dpa

 

from: https://t3n.de/news/10-jahre-bitcoin-zwischen-goldrausch-und-ernuechterung-1119582/

 

 

 

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